Neuigkeiten aus der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin

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BIH PODCAST: „Aus Forschung wird Gesundheit“

Folge 12: Was tun bei Mucoviszidose?

Die Mukoviszidose ist die häufigste Erbkrankheit in Deutschland. Sie stört die Funktion der Schleimhäute in Lunge, Darm und Bauchspeicheldrüse und beeinträchtigt die Lebensqualität und -erwartung der Betroffenen enorm. In der zwölften Folge unseres Podcasts sprachen wir mit BIH-Professor Marcus Mall über die Krankheit. Der Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin an der Charité in Berlin forscht seit 30 Jahren zur Mukoviszidose und sprach mit uns über ihre Ursachen und eine neue vielversprechende Therapie.

Zum Podcast gelangen Sie hier:

 


Pressemitteilung vom 28.11.2019: Für zukunftsweisende Konzepte zur Krankenversorgung und Versorgungsforschung – Innovationsfonds fördert sechs weitere Projekte an der Charité in zweistelliger Millionenhöhe

Innovationsfondsprojekt ConneCT CF
Bei diesem Ansatz geht es darum, die Langzeitbehandlung von Patienten mit Mukoviszidose zu verbessern. Weniger Phasen akuter Verschlechterung, weniger Krankenhausaufenthalte und somit eine Verbesserung der Lebensqualität sind das Ziel. Es soll erreicht werden, indem Patienten ihre Therapie konsequenter verfolgen. Hierzu sollen sie telemedizinisch angebunden werden. Sie erhalten einerseits ein Coaching, andererseits soll die Lungenfunktion regelmäßig überwacht werden. Bei Verschlechterung kann der Arzt dann kurzfristig eingreifen.
Projektleitung: Prof. Dr. Marcus A. Mall

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier:

 


Pressemitteilung vom 06.11.2019: Hochwirksame Kombinationstherapie bei Mukoviszidose

Gemeinsame Pressemitteilung der Charité und des BIH

Von einer tödlichen zu einer behandelbaren Erkrankung

Ein internationales Team unter Ko-Leitung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin und des Berlin Institute of Health (BIH) hat eine klinische Studie veröffentlicht, in der sich eine Kombination von drei Wirkstoffen als hochwirksam zur Behandlung von Mukoviszidose erwies: Die neue Therapie führte bei Patienten, deren Erkrankung durch den häufigsten Gendefekt F508del hervorgerufen wird, zu einer spürbaren Verbesserung der Lungenfunktion und Lebensqualität. Da die Behandlung nicht auf die Symptome der Mukoviszidose, sondern die zugrundeliegende Fehlfunktion abzielt, könnte ihr frühzeitiger Einsatz bei Kindern in Zukunft möglicherweise den Ausbruch der Erbkrankheit verhindern. Erschienen ist die Studie im New England Journal of Medicine*.

Den kompletten Artikel in deutscher Sprache finden Sie hier, in englischer Sprache  hier.

 


Neue DFG-Forschungsgruppe zu Nahrungsmittelallergien

04.07.2019 - Leitung - Dekanat

In den meisten Industrieländern reagieren immer mehr Menschen auf Lebensmittel allergisch – der Grund dafür ist jedoch unklar. Eine neue Klinische Forschungsgruppe an der Charité untersucht jetzt genauer, wie und warum Nahrungsmittelallergien entstehen. So will sie neue Strategien zur Vermeidung und Behandlung solcher Überempfindlichkeiten entwickeln. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das interdisziplinäre Projekt für drei Jahre mit rund drei Millionen Euro.

Obwohl beispielsweise Milch, Eier oder Nüsse einen wertvollen Beitrag zur Ernährung liefern, lösen sie doch bei einigen Menschen eine überschießende Immunreaktion aus – die Allergie. Warum Betroffene überempfindlich auf diese und andere, eigentlich harmlose, Lebensmittelbestandteile reagieren, ist nicht bekannt. Ebenso wenig kennt man den Grund dafür, dass die Anzahl der Allergiker in den vergangenen 20 Jahren zugenommen hat. Dies möchte die jetzt bewilligte Klinische Forschungsgruppe ändern.

„Wir werden untersuchen, wie genau sich eine Nahrungsmittelallergie entwickelt“, erklärt die Sprecherin der Klinischen Forschungsgruppe Prof. Dr. Margitta Worm von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Campus Charité Mitte. Dazu möchten die Forschenden beispielsweise chemische Modifikationen des Erbguts von Immunzellen analysieren und überprüfen, welche allergiespezifischen Antikörper die Patientinnen und Patienten zu verschiedenen Zeitpunkten produzieren. „Zudem werden wir testen, ob sich Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen durch die frühzeitige Gabe der Lebensmittel verhindern lassen“, ergänzt die Leiterin der Klinischen Forschungsgruppe Prof. Dr. Kirsten Beyer von der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin.

„In einem weiteren Ansatz werden wir mit ähnlichen Methoden erforschen, was im Körper passiert, wenn Menschen mit einer bestehenden Nahrungsmittelallergie das auslösende Lebensmittel wieder beginnen zu tolerieren“, sagt Prof. Worm. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden außerdem untersuchen, ob die Zusammensetzung des Mikrobioms – also die Gesamtheit der verschiedenen Mikroorganismen – auf der Haut und im Darm einen Einfluss auf die Entstehung oder den Rückgang einer Nahrungsmittelallergie hat. Prof. Beyer betont: „Mit unserer Forschung zielen wir nicht nur darauf ab, die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien besser zu verstehen, sondern auch ganz konkrete Strategien für die Vermeidung und Therapie dieser Krankheit abzuleiten.“

Klinische Forschungsgruppen der DFG
Mit Forschungsgruppen fördert die DFG Verbünde herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gemeinsam eine Aufgabe bearbeiten. Das Vorhaben geht – in Bezug auf den thematischen, zeitlichen und finanziellen Umfang – über Einzelförderungen der DFG hinaus. Ziel einer Klinischen Forschungsgruppe ist die Förderung von Forschungsverbünden in der krankheits- oder patientenorientierten (translationalen) klinischen Forschung und die dauerhafte Implementierung von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in klinischen Einrichtungen. Die DFG fördert die neue Klinische Forschungsgruppe an der Charité für zunächst drei Jahre mit der Option auf Verlängerung für weitere drei Jahre nach einer positiven Zwischenevaluation.

 


Newsletter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema "Frühe Inhalationstherapie hilft Babys mit Mukoviszidose"

Wir möchten Sie sehr gern auf einen Artikel im Newsletter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufmerksam machen:

Frühe Inhalationstherapie hilft Babys mit Mukoviszidose

 


Prof. Dr. Marcus Mall stärkt translationale Lungenforschung in Berlin

Prof. Dr. Marcus A. Mall ist seit dem 01.02.18 neuer Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin. Hier finden Sie die Pressemitteilung der Charité:

Gemeinsame Pressemeldung von Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berliner Institut für Gesundheitsforschung und Einstein Stiftung Berlin