Metanavigation:

Hier finden Sie den Zugang zur Notfallseite, Kontaktinformationen, Barrierefreiheits-Einstellungen, die Sprachwahl und die Suchfunktion.

Navigation öffnen

Neuigkeiten aus der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin

Auf dieser Seite finden Sie unsere aktuellen Meldungen, Newsletter etc.

Sie befinden sich hier:

Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Lungenforschung e.V. (DZL) vom 11.11.2021

Mukoviszidose & COPD: Zäher Schleim programmiert Immunzellen um und fördert Entzündungen der Atemwege

Forscherinnen und Forscher des DZL haben herausgefunden, wie die Verstopfung der Atemwege mit zähem Schleim Entzündungsreaktionen fördert, die bei Mukoviszidose und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zum Krankheitsbild gehören. Das Forschungsteam zeigte, dass Schleim in den Atemwegen bestimmte Zellen des Immunsystems – sogenannte Makrophagen – umprogrammiert, damit ihre Funktionen stört und sie entzündungsfördernde Eigenschaften entwickeln. In der Zukunft könnten Atemwegsmakrophagen zum Ziel neuer Therapien zur Behandlung von Mukoviszidose und COPD werden. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht. (Text: Dr. Doreen Penso Dolfin)

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.


Press release of the German Center for Lung Research (DZL) from 11.11.2021

Cystic fibrosis & COPD: Mucus reprograms immune cells and promotes airway inflammation

DZL researchers have discovered a new link between excessive airway mucus and chronic airway inflammation that is characteristic of cystic fibrosis and chronic obstructive pulmonary disease (COPD). The researchers showed that mucus in the airways reprograms certain cells of the immune system, called macrophages, disrupting their functions and causing them to develop pro-inflammatory properties. In the future, airway macrophages could become the target of novel therapies to treat cystic fibrosis and COPD. The results of the study were published in the journal Nature Communications (Text by Dr. Doreen Penso Dolfin)

Please click here to get to the press release.


Mitteilung vom 15.10.2021: Dr. Zulfiya Syunyaeva - neue Oberärztin für die Sektion Mukoviszidose

Wir freuen uns, Ihnen Frau Dr. med. Zulfiya Syunyaeva vorstellen zu können, die am 15.10.2021 ihre Tätigkeit als Oberärztin für Pneumologie am Christiane Herzog Zentrum für Mukoviszidose in unserer Klinik aufgenommen hat. Mit Frau Dr. Syunyaeva konnten wir eine hoch qualifizierte und erfahrene Kollegin für die Versorgung von Erwachsenen mit Mukoviszidose gewinnen. Ihr Studium und ihre Facharztweiterbildung zur Internistin und Pneumologin hat Frau Dr. Syunyaeva an der Ludwig-Maximilians-Universität München absolviert und dort nach breiter Ausbildung in der Inneren Medizin, insbesondere auch im Rahmen ihrer Zusatzweiterbildung in Palliativmedizin, umfassende Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen bis hin zur Lungentransplantation gesammelt. Sie ist mit allen diagnostischen und interventionellen Techniken der flexiblen Bronchoskopie vertraut. Damit ist das interdisziplinäre Team zur altersübergreifenden Versorgung von Kindern und Erwachsenen mit Mukoviszidose am Christiane Herzog Zentrum Berlin unter der Leitung von PD Dr. Mirjam Stahl nun wieder komplett. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Dr. Syunyaeva und den wechselseitigen Austausch und Wissensgewinn.


Mitteilung vom 25.01.2021: Prof. Dr. med. Kirsten Beyer nimmt Ruf auf W2-Professur an

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, das Frau Prof. Dr. med. Kirsten Beyer auf die W2-Professur „Nahrungsmittelallergie im Kindesalter“ als Leiterin der klinischen Forschungsgruppe „Nahrungsmittelallergie und Toleranz“ (KFO 339) berufen wurde und den Ruf angenommen hat.

 


Pressemitteilung vom 26.08.2021: Mukoviszidose: Immer mehr Erkrankten kann geholfen werden

Ein internationales Team unter Co-Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat in einer klinischen Studie gezeigt, dass Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose und relativ seltenen krankheitsauslösenden Genveränderungen durch eine Kombination von drei bereits bekannten Wirkstoffen effektiv und sicher behandelt werden können. Damit ist es künftig möglich, Gesundheitszustand und Lebensqualität von insgesamt etwa 90 Prozent aller an Mukoviszidose Erkrankten deutlich zu verbessern, wie die Forschenden im Fachmagazin New England Journal of Medicine* beschreiben.

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.


Pressemitteilung des BIHs vom 18.08.2021: Starke anti-virale Immunität der Atemwege schützt Kinder vor schwerem Verlauf von COVID-19

Kinder infizieren sich ebenso mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2, haben im Vergleich zu Erwachsenen aber ein sehr niedriges Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Ein Team aus Wissenschaftler*innen des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), der Charité –Universitätsmedizin Berlin, des Universitätsklinikums in Leipzig sowie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg hat mit Einzelzellanalysen die Ursache hierfür herausgefunden. Sie konnten zeigen, dass das kindliche Immunsystem in den oberen Atemwegen wesentlich stärker aktiv ist als bei Erwachsenen und damit besser gewappnet im Kampf gegen das Virus. Ihre Ergebnisse haben die Forscher*innen nun im Fachjournal Nature Biotechnology veröffentlicht.

Zur Pressemitteilung des BIH Berlin Institut of Health gelangen Sie hier.


Pressemitteilung vom 10.03.2021: Berlin wird Standort des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit

Copyright: BMBF/Hans-Joachim Rickel

Optimale Forschungsbedingungen zu schaffen, um Volkskrankheiten besser bekämpfen zu können, ist das Ziel der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Ländern geförderten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Unter der Koordination von Prof. Dr. Marcus Mall hat sich ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Charité, des Berlin Institute of Health (BIH), des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) sowie des Deutschen Rheumaforschungszentrums Berlin (DRFZ) in einem kompetitiven Antragsverfahren zur Gründung des neuen Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) exzellent behauptet. Der Berliner DZKJ-Standort wird in den nächsten Jahren maßgeblich am Aufbau des neuen Deutschen Zentrums für Gesundheitsforschung mitwirken und dabei insbesondere seine Expertise in schweren seltenen genetischen Erkrankungen, chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Allergien und Autoimmunkrankheiten sowie kindlichen Entwicklungsstörungen des Gehirns und anderer Organe einbringen. Darüber hinaus sollen mithilfe von neuen organ- und krankheitsübergreifenden sogenannten systemmedizinischen Forschungsansätzen neue Wege zur Entschlüsselung von Krankheitsmechanismen und neuen therapeutischen Angriffspunkten gefunden und diese Erkenntnisse zeitnah in die Klinik übersetzt werden mit dem Ziel die Prävention, Diagnostik und Therapie von schweren Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter nachhaltig zu verbessern.

Zur Pressemitteilung der Charité gelangen Sie hier.

Zur Pressemitteilung des BMBF gelangen Sie hier.  


Mitteilung vom 24.11.2020: Christiane Herzog Forschungsförderpreis für Dr. Simon Gräber

Gemeinsame Pressemitteilung der Christiane Herzog Stiftung, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berlin Institute of Health (BIH)

Dr. Simon Gräber erhält den diesjährigen Forschungsförderpreis der Christiane Herzog Stiftung für seine Forschung zu personalisierten Therapien der Mukoviszidose

Seltene Mutationen als Ursache einer Mukoviszidose-Erkrankung stehen im Fokus der Arbeiten von Dr. Simon Gräber, Assistenzarzt an der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Der Fellow des von der Stiftung Charité geförderten BIH Charité Clinician Scientist Programms erhält den diesjährigen Christiane Herzog Preis der gleichnamigen Stiftung. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Förderung von 50.000 Euro. Der Nachwuchswissenschaftler will sie nutzen, um an der Charité eine Versorgungs- und Forschungsinfrastruktur aufzubauen. Sein Ziel ist es, auch für Patientinnen und Patienten mit seltenen Varianten der Erkrankung eine wirksame Therapie zu finden. Bereits zugelassene, aber auch in der Entwicklung befindliche Substanzen sollen im Labor individuell getestet werden und somit personalisierte Therapien in der Versorgung der Mukoviszidose, auch Cystische Fibrose (CF) genannt, ermöglicht werden.

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier

FACES: Interview mit Clinician Scientist Dr. Simon Gräber

Auf der Suche nach seltenen Türöffnern für junge Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose

Das Interview mit Dr. Simon Gräber finden Sie hier.

 


Mitteilung vom 16.09.2020: Covid-19: Warum erkranken infizierte Kinder seltener?

Die Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin (Prof. Dr. Marcus Mall, Dr. Jobst Röhmel) ist im vom Bundesministerium für Biildung und Forschung geförderten Projekt  RECAST mit involviert.

Nähere Informationen finden Sie unter dem Link des Bundesministerium für Bildung und Forschung


Mitteilung vom 14.08.2020: Prof. Dr. Marcus Mall erhält ERS Excellence Award

Auszeichnung für Mukoviszidose-Forschung 

Prof. Dr. Marcus A. Mall ist für seine Forschung zur Mukoviszidose (Cystische Fibrose) mit dem Excellence Award der ERS (European Respiratory Society) geehrt worden. Die Auszeichnung erhielt er auf dem virtuellen internationalen Kongress der Fachgesellschaft, in der er 2017 als Fellow ernannt worden ist. Der Preis ist mit 7.500 Euro für Forschung dotiert.

„Es freut mich sehr, dass wir mit unseren langjährigen Forschungsarbeiten zur Mukoviszidose einen Beitrag zur Entwicklung einer effektiven Therapie des Basisdefekts dieser schweren Erbkrankheit leisten konnten“, sagt Prof. Mall. „Ich hoffe, dass es uns in Zukunft gelingen wird, die Erkenntnisse aus der Mukoviszidose-Forschung für die Entwicklung gezielter Therapien für andere schwere Lungenerkrankungen zu nutzen.“

Prof. Mall ist Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Zugleich ist er als Berlin Institute of Health (BIH)- und Einstein-Professor berufen. Darüber hinaus war er Gründungsdirektor des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) am Standort Heidelberg, in dem er weiterhin das Forschungsprogramm des Krankheitsbereichs Mukoviszidose koordiniert. Seine Forschungsgruppe arbeitet an der Entwicklung neuer Diagnostik- und Behandlungsstrategien für die Mukoviszidose. Dafür nutzt das Team von Prof. Mall einen interdisziplinären, translationalen Ansatz, der Grundlagenforschung mit Modellsystemen und klinische Studien vereint. Auf diese Weise tragen die Forschenden zu einem besseren Verständnis des Krankheitsmechanismus sowie zur Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten bei.


Mitteilung vom 05.08.2020: Prof. Dr. Marcus Mall ist neuer Ärztlicher Centrumsleiter des CC 17

Prof. Dr. Marcus Mall hat zum 1. August die Ärztliche Centrumsleitung des CharitéCentrums für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin mit Perinatalzentrum und Humangenetik (CC 17) angetreten. Er ist seit Februar 2018 an der Charité als Einstein-Professor und BIH-Professor für Pädiatrische Pneumologie und Immunologie tätig und leitet die Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin sowie die pädiatrische Notaufnahme der Charité. In seiner neuen Funktion als Ärztlicher Centrumsleiter folgt er auf Prof. Dr. Jens-Uwe Blohmer, der die Position seit Januar 2015 innehatte und sich nun verstärkt der Entwicklung des Brustzentrums der Charité widmen wird.

Prof. Mall gehört international zu den renommiertesten Experten für Pädiatrische Pneumologie. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Erforschung der Krankheitsentstehung und Entwicklung neuer Therapien der Mukoviszidose (auch bekannt als zystische Fibrose), einer Erbkrankheit, die zu einer schweren chronischen Lungenerkrankung führt.

In seiner neuen Funktion als Ärztlicher Centrumsleiter hat Prof. Mall unter anderem vor, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Fächerverbund des CC 17 unter kollegialem Mitwirken aller Berufsgruppen für eine optimale Krankenversorgung zu fördern und die Kliniken der Pädiatrie in das neue Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit zu führen. Ziel ist es, die translationale Forschung in diesem Bereich zu stärken und an der Charité neue Therapien für chronisch kranke Kinder und Jugendliche zu entwickeln und den Patientinnen und Patienten zeitnah zur Verfügung zu stellen.

Prof. Mall verfügt über vielfältige internationale Expertise: Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums an der Universität Freiburg und am University College London School of Medicine (UCL) im Jahr 1997 absolvierte er einen Postdoc-Forschungsaufenthalt am Cystic Fibrosis/Pulmonary Research and Treatment Center der University of North Carolina at Chapel Hill in den USA. Dort war er zuletzt als Assistant Professor tätig. 2005 kam Prof. Mall als Gruppenleiter einer EU-geförderten Nachwuchsgruppe an das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Heidelberg. 2009 wurde er Leiter der Sektion für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie und 2011 Ärztlicher Direktor der Abteilung Translationale Pneumologie an der Universitätsklinik Heidelberg und Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung.

Der Vorstand dankt Prof. Dr. Jens-Uwe Blohmer für die bisherige erfolgreiche Ärztliche Centrumsleitung des CC 17 und wünscht Prof. Dr. Marcus Mall viel Erfolg für seine zusätzlichen Aufgaben.


Interview vom 17.07.2020: „Ein echter Durchbruch“ – Kaftrio aus Sicht von Prof. Dr. Marcus Mall von der Charité Berlin

Die Wirkstoffkombination Kaftrio – in den USA Trikafta genannt – steht kurz vor der Zulassung in Deutschland. Für viele Mukoviszidose-Patienten ist sie eine große Hoffnung. Studien zeigten vielversprechende Ergebnisse: Die Patienten mussten seltener ins Krankenhaus und auch die Lungenfunktion verbesserte sich in vielen Fällen deutlich. Wir haben mit Prof. Dr. Marcus Mall, Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, über seine Erfahrungen mit dem neuen Medikament gesprochen.

Das komplette Interview finden Sie hier.


Mitteilung vom 15.07.2020: Adalbert-Czerny-Preis an Prof. Mall vergeben

Prof. Dr. Marcus Mall, Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, ist von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) mit dem Adalbert-Czerny-Preis ausgezeichnet worden. Er erhielten den Preis für eine klinische Studie zu einer neuen Therapie des Basisdefekts bei Mukoviszidose, in der sich eine Kombination von drei Wirkstoffen als hochwirksam erwies.

Die neue Therapie besteht aus einer Kombination von drei CFTR-Modulatoren und führte bei Patientinnen und Patienten mit der schweren Erbkrankheit Mukoviszidose zu einer effektiven Aktivierung des bei der Erkrankung defekten CFTR-Chloridkanals und dadurch zu einer spürbaren Verbesserung der Lungenfunktion und Lebensqualität. Da die Behandlung nicht auf die Symptome der Mukoviszidose, sondern die zugrundeliegende Fehlfunktion der CFTR-Chloridkanäle abzielt, könnte ihr frühzeitiger Einsatz bei Kindern in Zukunft möglicherweise den Ausbruch der Erbkrankheit verhindern.

Mit dem Adalbert-Czerny-Preis zeichnet die DGKJ jährlich herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin und ihrer Grenzgebiete aus. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und besteht zudem aus der Adalbert-Czerny-Medaille und einer Urkunde. Aufgrund der Corona-Pandemie werden diese 2021 offiziell überreicht.


Einstein Stiftung - Interview mit Prof. Mall

Pandemie rückt Lungenforschung in den Fokus

Einstein-Professor Marcus Mall ist Leiter der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin der Charité-Universitätsmedizin Berlin und Professor am Berlin Institut of Health (BIH). Er beschäftigt sich unter anderem mit Krankheitsmechanismen der genetisch bedingten Lungenerkrankung Mukoviszidose und der Entwicklung neuer Therapien hierzu. Wir sprachen mit ihm über die Folgen der Corona-Krise für seine Forschung und die konkreten Perspektiven für das Gebiet der Pneumologie.

Das komplette Interview finden Sie hier.


EXIST Gründerstipendium an der Charité

Gemeinsam mit der Berliner Charité und unter der Mentorenschaft von Frau PD Dr. med. Doris Staab, leitende Oberärztin der Klinik für Pädiatrie mS Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, hat die Arbeitsgruppe von Nia Health um Oliver Welter, Tobias Seidl und Dr. Reem Alneebari für die Entwicklung und Evaluation ihrer Neurodermitis-App eines der begehrten EXIST Gründerstipendien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhalten.

Im Dezember 2019 kam mit der App Nia die erste vollumfängliche Begleitung für Neurodermitis-Patienten auf den Markt. Nia, so heißt die mit künstlicher Intelligenz ausgestattete App, die Neurodermitis-Betroffenen eine digitale Unterstützung bietet. Patienten und Angehörige erhalten so umgehend personalisierte Inhalte und Funktionen, die das Management ihrer Erkrankung erleichtern sollen.

Aus langjähriger Erfahrung in der Behandlung von an Neurodermitis-erkrankten Kindern wissen wir, dass es Patienten oder Eltern oft an medizinischem Wissen fehlt, um die Umsetzung der empfohlenen Therapie in den Alltag zu bewerkstelligen und die Flut an validen und nicht validen vielfältigen Informationen rund um die ND kritisch zu beurteilen, um auch außerhalb des Behandlungszimmers bestmöglich mit der Krankheit umzugehen. Die App Nia setzt genau hier an und stellt den Betroffenen dank selbstlernender Algorithmen schnell einen individualisierten Behandlungsplan zur Verfügung. Ein Novum im deutschsprachigen Raum, bei dem der behandelnde Arzt mithilfe von Nia direkt in die teledermatologische Dienstleistung integriert wird.

Doch wie funktioniert Nia genau? Als persönliche Assistentin hilft Nia den Betroffenen in der täglichen Interaktion durch unkompliziertes Aufzeichnen des Gesundheitsverlaufs, sich selbst bzw. das erkrankte Kind besser zu verstehen. Ein fachkundiger Report informiert den behandelnden Arzt übersichtlich und ausführlich über den Gesundheitsverlauf des Patienten. Dadurch entsteht für Betroffene und Ärzte eine fundierte Gesprächsgrundlage. Patienten erhalten basierend auf ihren individuellen Gesundheitsdaten personalisierte, direkt umsetzbare und medizinisch validierte Empfehlungen - flexibel sowie zeitlich und örtlich ungebunden.

Die Selbsthilfeorganisation Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind AAK e.V. sowie der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung AGNES e.V. unterstützen die Weiterentwicklung von Nia. Orientierend am klinisch validierten und bewährten AGNES-Curriculum werden Patienten durch das inhaltliche Fundament der Applikation bestärkt und bekommen so wirksame Hilfe zur Selbsthilfe angeboten.

Die Nia-App ist seit dem 16. Dezember 2019 über den App- und GooglePlay-Store in der Basisversion kostenlos und unverbindlich verfügbar. Derzeit ist ein Evaluationsprojekt in Planung mit dem Ziel der Überprüfung von Akzeptanz und Wirksamkeit. Seit Mai ist die App als Medizinprodukt der Risikoklasse I registriert. Im Juni hat Nia Health das EIT Health Headstart Funding gewonnen. Eine erste Kooperation mit der DAK-Gesundheit, drittgrößte Krankenkasse in Deutschland, startete zum 1. Juli 2020.

Ansprechpartner: Doris Staab, Tobias Seidl

 


ECFS 2020 - Young Investigator Award für Frederik Holz

Frederik Holz hat den ECFS 2020 - Young Investigator Award erhalten. Nähere Information finden Sie hier.

 


Press release from 27.04.2020: Researchers identify key mechanisms involved in pulmonary fibrosis development

A joint press release by Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin Institute of Health and the German Center for Lung Research
 

New therapeutic opportunities in targeted treatments

Working alongside research groups from Heidelberg, researchers from Charité – Universitätsmedizin Berlin have elucidated the novel disease processes involved in the development of pulmonary fibrosis. They were able to show that the protein known as NEDD4-2 plays a key role in lung health and that loss of this crucial regulatory molecule has a significant impact on various mechanisms involved in the development of chronic progressive lung disease. These new insights make it easier to further investigate the precise mechanisms involved in the development and progression of pulmonary fibrosis. The researchers’ findings, which have been published in Nature Communications*, will enable researchers to develop new therapeutic approaches.

For the joint press release please click here:


Pressemitteilung vom 27.04.2020: Schlüsselprozesse bei der Entstehung von Lungenfibrose identifiziert

Gemeinsame Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Berlin Institute of Health und des Deutschen Zentrums für Lungenforschung
 

Neue Möglichkeiten zur Entwicklung zielgerichteter Therapien

Forschungsgruppen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und in Heidelberg ist es gelungen, die Entstehung von Lungenfibrose im Detail nachzuverfolgen. Sie konnten zeigen, dass dem Protein NEDD4-2 eine Schlüsselfunktion für die gesunde Lunge zukommt, und ein Fehlen dieses zentralen Regulators für verschiedene Prozesse bei der Krankheitsentstehung von Bedeutung ist. Wie genau sich die Lungenfibrose entwickelt und wie sie verläuft, lässt sich nun noch besser untersuchen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse können neue Therapieansätze entwickelt werden, wie jetzt im Fachmagazin Nature Communications* beschrieben ist.

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier:


BIH PODCAST: „Aus Forschung wird Gesundheit“

Folge 12: Was tun bei Mucoviszidose?

Die Mukoviszidose ist die häufigste Erbkrankheit in Deutschland. Sie stört die Funktion der Schleimhäute in Lunge, Darm und Bauchspeicheldrüse und beeinträchtigt die Lebensqualität und -erwartung der Betroffenen enorm. In der zwölften Folge unseres Podcasts sprachen wir mit BIH-Professor Marcus Mall über die Krankheit. Der Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin an der Charité in Berlin forscht seit 30 Jahren zur Mukoviszidose und sprach mit uns über ihre Ursachen und eine neue vielversprechende Therapie.

Zum Podcast gelangen Sie hier:


Pressemitteilung vom 28.11.2019: Für zukunftsweisende Konzepte zur Krankenversorgung und Versorgungsforschung – Innovationsfonds fördert sechs weitere Projekte an der Charité in zweistelliger Millionenhöhe

Innovationsfondsprojekt ConneCT CF
Bei diesem Ansatz geht es darum, die Langzeitbehandlung von Patienten mit Mukoviszidose zu verbessern. Weniger Phasen akuter Verschlechterung, weniger Krankenhausaufenthalte und somit eine Verbesserung der Lebensqualität sind das Ziel. Es soll erreicht werden, indem Patienten ihre Therapie konsequenter verfolgen. Hierzu sollen sie telemedizinisch angebunden werden. Sie erhalten einerseits ein Coaching, andererseits soll die Lungenfunktion regelmäßig überwacht werden. Bei Verschlechterung kann der Arzt dann kurzfristig eingreifen.
Projektleitung: Prof. Dr. Marcus A. Mall

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier:

 


Pressemitteilung vom 06.11.2019: Hochwirksame Kombinationstherapie bei Mukoviszidose

Gemeinsame Pressemitteilung der Charité und des BIH

Von einer tödlichen zu einer behandelbaren Erkrankung

Ein internationales Team unter Ko-Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berlin Institute of Health (BIH) hat eine klinische Studie veröffentlicht, in der sich eine Kombination von drei Wirkstoffen als hochwirksam zur Behandlung von Mukoviszidose erwies: Die neue Therapie führte bei Patienten, deren Erkrankung durch den häufigsten Gendefekt F508del hervorgerufen wird, zu einer spürbaren Verbesserung der Lungenfunktion und Lebensqualität. Da die Behandlung nicht auf die Symptome der Mukoviszidose, sondern die zugrundeliegende Fehlfunktion abzielt, könnte ihr frühzeitiger Einsatz bei Kindern in Zukunft möglicherweise den Ausbruch der Erbkrankheit verhindern. Erschienen ist die Studie im New England Journal of Medicine*.

Den kompletten Artikel in deutscher Sprache finden Sie hier, in englischer Sprache  hier.

 


Neue DFG-Forschungsgruppe zu Nahrungsmittelallergien

04.07.2019 - Leitung - Dekanat

In den meisten Industrieländern reagieren immer mehr Menschen auf Lebensmittel allergisch – der Grund dafür ist jedoch unklar. Eine neue Klinische Forschungsgruppe an der Charité untersucht jetzt genauer, wie und warum Nahrungsmittelallergien entstehen. So will sie neue Strategien zur Vermeidung und Behandlung solcher Überempfindlichkeiten entwickeln. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das interdisziplinäre Projekt für drei Jahre mit rund drei Millionen Euro.

Obwohl beispielsweise Milch, Eier oder Nüsse einen wertvollen Beitrag zur Ernährung liefern, lösen sie doch bei einigen Menschen eine überschießende Immunreaktion aus – die Allergie. Warum Betroffene überempfindlich auf diese und andere, eigentlich harmlose, Lebensmittelbestandteile reagieren, ist nicht bekannt. Ebenso wenig kennt man den Grund dafür, dass die Anzahl der Allergiker in den vergangenen 20 Jahren zugenommen hat. Dies möchte die jetzt bewilligte Klinische Forschungsgruppe ändern.

„Wir werden untersuchen, wie genau sich eine Nahrungsmittelallergie entwickelt“, erklärt die Sprecherin der Klinischen Forschungsgruppe Prof. Dr. Margitta Worm von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Campus Charité Mitte. Dazu möchten die Forschenden beispielsweise chemische Modifikationen des Erbguts von Immunzellen analysieren und überprüfen, welche allergiespezifischen Antikörper die Patientinnen und Patienten zu verschiedenen Zeitpunkten produzieren. „Zudem werden wir testen, ob sich Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen durch die frühzeitige Gabe der Lebensmittel verhindern lassen“, ergänzt die Leiterin der Klinischen Forschungsgruppe Prof. Dr. Kirsten Beyer von der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin.

„In einem weiteren Ansatz werden wir mit ähnlichen Methoden erforschen, was im Körper passiert, wenn Menschen mit einer bestehenden Nahrungsmittelallergie das auslösende Lebensmittel wieder beginnen zu tolerieren“, sagt Prof. Worm. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden außerdem untersuchen, ob die Zusammensetzung des Mikrobioms – also die Gesamtheit der verschiedenen Mikroorganismen – auf der Haut und im Darm einen Einfluss auf die Entstehung oder den Rückgang einer Nahrungsmittelallergie hat. Prof. Beyer betont: „Mit unserer Forschung zielen wir nicht nur darauf ab, die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien besser zu verstehen, sondern auch ganz konkrete Strategien für die Vermeidung und Therapie dieser Krankheit abzuleiten.“

Klinische Forschungsgruppen der DFG
Mit Forschungsgruppen fördert die DFG Verbünde herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gemeinsam eine Aufgabe bearbeiten. Das Vorhaben geht – in Bezug auf den thematischen, zeitlichen und finanziellen Umfang – über Einzelförderungen der DFG hinaus. Ziel einer Klinischen Forschungsgruppe ist die Förderung von Forschungsverbünden in der krankheits- oder patientenorientierten (translationalen) klinischen Forschung und die dauerhafte Implementierung von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in klinischen Einrichtungen. Die DFG fördert die neue Klinische Forschungsgruppe an der Charité für zunächst drei Jahre mit der Option auf Verlängerung für weitere drei Jahre nach einer positiven Zwischenevaluation.

 


Newsletter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema "Frühe Inhalationstherapie hilft Babys mit Mukoviszidose"

Wir möchten Sie sehr gern auf einen Artikel im Newsletter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufmerksam machen:

Frühe Inhalationstherapie hilft Babys mit Mukoviszidose

 


Prof. Dr. Marcus Mall stärkt translationale Lungenforschung in Berlin

Prof. Dr. Marcus A. Mall ist seit dem 01.02.18 neuer Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin. Hier finden Sie die Pressemitteilung der Charité:

Gemeinsame Pressemeldung von Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berliner Institut für Gesundheitsforschung und Einstein Stiftung Berlin