HIV-Tagesklinik-Charite, Teddy, Hase, Sandmann

HIV-Tagesklinik

Die HIV-Tagesklinik ist eine Einrichtung zur ambulanten Betreuung von Kindern HIV-infizierter Mütter und HIV-infizierten Kindern.

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HIV-Tagesklinik

Die HIV-Tagesklinik ist eine Einrichtung zur ambulanten Betreuung der HIV-infizierten Mütter mit deren HIV-infizierten Kindern.
Seit 1985 sind über 500 Kinder HIV-infizierter Mütter in unserer Einrichtung medizinisch behandelt und psychosozial betreut worden.

Infektionsimmunologische Ambulanz

CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Postadresse:Augustenburger Platz 113353 Berlin

Campus- bzw. interne Geländeadresse:Mittelallee 8 (EG)

Route / Geländeplan

Wir arbeiten eng mit den nachfolgend aufgeführten Kliniken der Charité zusammen.

INFEKTAMBULANZ DER FRAUENKLINIK

030-450 564112

HIV-TAGESKLINIK FÜR ERWACHSENE

030-450 53298

030-450 53958

Leistungsspektrum der Klinik

  • die Beratung von HIV-positiven Schwangeren über die Möglichkeiten der Verhinderung einer HIV-Übertragung vor, unter oder nach der Geburt von der Mutter auf das Kind (perinatale Transmission) in Zusammenarbeit mit den Gynäkologen und HIV-Behandlern
  • die Betreuung von Kindern HIV-infizierter Mütter und HIV-infizierten Kindern
  • die Beratung und Betreuung von Kindern Hepatitis C-infizierter Mütter
  • die Nachsorge der Kinder HIV-infizierter Mütter, die während der Schwangerschaft mit antiretroviralen Substanzen exponiert waren

Das Ziel, die Mütter während der Schwangerschaft mit einer optimalen HIV-Therapie zu versorgen und gleichzeitig eine effektive Transmissionsprophylaxe durchzuführen, kann nur erreicht werden, wenn bereits während der Schwangerschaft der erste Kontakt hergestellt wird, um risikoadaptiert die notwendigen Maßnahmen durchzuführen. Ist es trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen dennoch zu einer HIV-Infektion gekommen, werden infizierte Kinder entsprechend internationalen Empfehlungen oder im Rahmen internationaler Studien behandelt. Bei Komplikationen ist u. U. ein stationärer Aufenthalt in der Kinderklinik erforderlich.

Bei psychosozialen und finanziellen Problemen steht eine Sozialpädagogin zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung.

Bei HIV-positiven Frauen kommen auch andere chronische Virusinfektionen (z.B. Hepatitis B und Hepatitis C) häufiger vor. Auch diese Infektionen sind prinzipiell perinatal auf das Kind übertragbar. Während bei der Hepatitis B ein wirksamer Schutz vor einer Infektion des Neugeborenen erreicht werden kann, ist dies bei der Hepatitis C noch nicht möglich. Auch dafür werden aber Therapiekonzepte erarbeitet. 

Ziele und Aufgaben

Ohne prophylaktische Maßnahmen liegt in Deutschland die Übertragungsrate des HI-Virus von der Mutter auf das Kind – knapp 20%. Durch geeignete Maßnahmen von Geburtshelfern und Kinderärzten konnte dieser Wert in den letzten Jahren dramatisch gesenkt werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die HIV-Infektion der Mutter durch eine freiwillige HIV-Testung in der Schwangerschaft rechtzeitig bekannt ist, damit die notwendigen Maßnahmen mit den Müttern besprochen und rechtzeitig begonnen werden können. Wir betrachten es als eine wesentliche Aufgabe, alle Maßnahmen zur Verhinderung der HIV-Übertragung von Mutter auf Kind zu ergreifen.

Ist es dennoch zu einer HIV-Infektion des Kindes gekommen, stehen heute auch für Kinder wirksame Medikamente zur Verfügung, mit denen die HIV-Infektion behandelt werden kann. Die Therapie muss allerdings gut überwacht werden, um sicher zu sein, dass HIV effektiv bekämpft wird, auf der anderen Seite das Kind aber vor Nebenwirkungen der Medikamente geschützt wird.