Rheumatologische_Ambulanz, SPZ, Kinderklinik Charité

Arbeitsgruppe der Sektion Rheumatologie und Autoimmunologie (im SPZ)

Herzlich willkommen auf der Seite unserer Arbeitsgruppe! 

Sektionsleitung: PD Dr. Tilmann Kallinich

Sie befinden sich hier:

Arbeitsgruppe

Im Bereich der Forschung widmet sich die Arbeitsgrupe insbesondere dem Krankheitsverlauf, der Versorgung sowie der Therapie von Kindern mit autoimmunologischen und autoinflammatorischen Erkrankungen. 

Im Folgenden stellen wir 2 nationale bzw. internationale Netzwerke vor, welche unter anderem die unten genannten Ziele verfolgen.

Kohorte von neu diagnostizierten Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis (ICON JIA)

Patienten: Neu erkrankte Patienten mit allen Unterformen der idiopathischen Arthritis

In Kooperation mit der Epidemiologischen Arbeitsgruppe des Deutschen Rheumaforschungszentrums (DRFZ) wurde eine Studie (ICON) initiiert, die den Krankheitsverlauf und die Prognose von Kindern mit Gelenkrheuma in den Blick nimmt. Diese prospektive kontrollierte Kohortenstudie wird den Langzeitverlauf bei 800 neu an juveniler idiopathischer Arthritis erkrankten Kindern und 400 Kontrollfällen über zunächst sechs Jahre dokumentieren. 11 kinderrheumatologische Zentren in Deutschland beteiligen sich an der Studie, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Der interdisziplinäre Ansatz und die Vielzahl der zu erhebenden Parameter machen die Studie schon jetzt zu einem einzigartigen Forschungsprojekt, das wesentliche Informationen für die Patientenversorgung und -beratung sowie für die Optimierung der Rahmenbedingungen liefern wird.

Ansprechpartner: Dr. med. K. Minden

Kooperationspartner:
Prof. Dr. Angela Zink, Dr. Joachim Listing, Martina Niewerth, MPH, DRFZ Berlin
Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus, Augenabteilung am St. Franziskus Hospital, Münster
Prof. Dr. Hans-Iko Huppertz, Prof.-Hess-Kinderklinik, Bremen
Prof. Dr. Johannes-Peter Haas, Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie, Garmisch-Partenkirchen
Dr. Ivan Foeldvari, Kinderrheumatologische Praxis am AK Eilbek, Hamburg
Dr. Angelika Thon, Medizinische Hochschule Hannover
Prof. Dr. Gerd Horneff, Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin
Dr. Gerd Ganser, St. Joseph-Stift Sendenhorst
Dr. Toni Hospach, Olgahospital Stuttgart
PD Dr. Jasmin Kümmerle-Deschner, Universitätskinderklinik Tübingen
Prof. Dr. Dirk Föll, Universitätskinderklinik Münster
Dr. Kirsten Mönkemöller, Kinderkrankenhaus Köln
Dr. Nikolay Tzaribachev, Rheumaklinik Bad Bramstedt

Autoinflammatorisches Syndrom im Kindes- und Jugendalter (AID-NET)

Patienten: Kinder und Jugendliche mit autoinflammatorische Erkrankungen (CINCA-Syndrom, Muckle-Wells-Syndrom, Mittelmeerfieber, Tumor-Rezeptor-assoziierten periodisches Syndrom, systemische Verlaufsform einer juvenilen idiopathischen Arthritis)

Autoinflammatorische Syndrome sind durch rekurrierende, selbst-limitierte Episoden von Fieber und Entzündungen charakterisiert. Das familiäres Mittelmeerfieber (FMF) ist eine autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung. Andere vererbte autoinflammatorische Erkrankungen gehen mit Defekten im NALP-3 Inflammasom und unkontrollierter Sekretion von Interleukin-1 beta (IL-1ß) einher, z. B. das CINCA-Syndrom und das Muckle-Wells Syndrom. Eine andere autoinflammatorische Krankheit ohne identifizierten genetischen Hintergrund ist die Systemische Juvenile Idiopathische Arthritis (Still-Syndrom). Das primäre Ziel dieses Konsortiums ist die weitere Aufklärung der Pathophysiologie der autoinflammatorischen Syndrome.

Ansprechpartner: PD Dr. med. T. Kallinich