Buddy-Bär Mittelallee 8, CKV, Charité

Arbeitsgruppe Molekulare Allergologie und Immunmodulation

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AG-Leiter: Dr. Paolo Matricardi

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Arbeitsgruppe Molekulare Allergologie und Digital Health
Leitung: PD Dr. med. Paolo Matricardi

Molekulare Allergologie
Das Verständnis IgE-vermittelter Allergien hat sich mit dem Aufkommen der "Molekularen Allergologie" deutlich erweitert. Bei diesem neuartigen Ansatz werden rekombinant hergestellte Allergenmoleküle zur präziseren Diagnostik (component-resolved diagnosis, CRD) und zukünftig potentiellen Therapie (component-resolved therapy, CRT) verwendet. Die Möglichkeit so das individuelle Sensibilisierungsprofil unserer Patienten zu analysieren, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Präzisionsmedizin. Was auf Basis bisher verwendeter Allergenextrakte nicht möglich war, wird dank ausgedehnter Forschungsprojekte in großen Geburtskohorten wie der Multizentrischen Allergiestudie (MAS) zur Realität für unsere Patienten: ein individuelles IgE-Profil, welches nicht nur die präzise Verschreibung der richtigen Immuntherapie ermglicht, sondern auch Ausgangspunkt für Präventionsmaßnahmen ist.  
Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, unserer Kenntnisse auf dem Gebiet der Epidemiologie, Prädiktion, Prävention und Therapie allergischer Erkrankungen durch einen solchen "molekularen Ansatz" zu erweitern.  Dieses Ziel erreichen wir durch große Querschnitts- und Beobachtungsstudien, die Arbeit mit der MAS Geburtskohorte sowie Interventionsstudien, allesamt mit ausgedehnten in-vitro- und in-vivo-Untersuchungen. Unser Ziel ist hierbei die Testung der Effizienz und Sicherheit von Allergenmolekülen im Hinblick auf Prävention und Therapie allergischer Erkrankungen.
Die AG ist fest in die Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin integriert, arbeitet jedoch auch auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene mit Klinik- und Forschungszentren, sowie wissenschaftlichen Gesellschaften zusammen.
Aktuelle Studien:

  • IgE in Nasensekreten – Evaluation des diagnostischen Wertes von IgE-Bestimmungen im Nasensekret von Kindern (Sveva Castelli)
  • Der p 23 in MAS – Quantitative Analyse der IgE Antikörper auf das neu entdeckte Hausstaubmilbenallergen Der p 23 und deren klinische Relevanz für Probanden der MAS-Geburtskohorte (Leandra Forchert)
  • @IT2020 – Europaweite multizentrische Studie zur Evaluation des Einflusses molekularer IgE Tests (+ mHealth Technologien) in der Diagnostik der saisonalen allergischen Rhinitis. (Dr. med. Stephanie Dramburg, Tara Hoffmann, Theresa Lipp)
  • PanPed – Evaluation der Rolle von IgE auf Panallergene im Kindesalter (Kooperation mit dem Universitätsklinikum Bologna AOU Sant'Orsola-Malpighi)
  • (Ekaterina Potapova, MSc)
  • IgE4AR – Validierung einer neuen Methode zur Testung allergenspezifischer IgE Antikörper auf individuell zusammengestellte Allergenkombinationen.
  • (Ekaterina Potapova, MSc)


Digital Health
Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft schreitet weltweit rasch voran. Insbesondere die Anzahl gesundheitsorientierter Apps steigt täglich und bietet vom Lifestyle-Berater bis hin zur Begleitung chronisch kranker Patienten ein breit gefächertes Unterstützungsangebot. Auch Ärzte nutzen in ihrem Alltag zunehmend digitale Technologien, welche durch intensive Forschung und Entwicklung gefördert werden.
Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit digitalen Unterstützungssystemen in der Allergologie und wie diese die Zusammenarbeit von Ärzten und Patienten stärken können. Hierbei entwickeln wir Entscheidungsunterstützungssysteme für Ärzte, testen deren Anwendung und Nutzen für die Patienten und erarbeiten mit diesen zusammen Konzepte für eine dauerhafte Anwendung digitaler Lösungen.
Aktuelle Studien:

  • @IT2020 – Pilotprojekt: In Zusammenarbeit mit 200 Patienten (101 Kinder und 99 Erwachsene) und 46 Ärzten testeten wir, inwiefern ein klinisches Unterstützungssystem die Präzision der ärztlichen Allergiediagnose bei Heuschnupfenpatienten steigern kann. (Stefania Arasi, Marco di Fraia, Sveva Castelli)
  • @IT2020 – Multizenterstudie: Nach dem Erhalt positiver Ergebnisse aus dem Pilotprojekt ist @IT2020-MC eine multizentrische Studie im Rahmen derer 847 Patienten in 9 Studienzentren (Porto, Valencia, Marseille, Rom, Messina, Tirana, Athen, Istanbul, Izmir) rekrutiert wurden. Nachdem die Patienten über mehrere Wochen ihre Symptome und Medikamenteneinnahme mittels App dokumentiert hatten testeten wir deren Nutzen in Kombination mit molekularen IgE-Tests für ein digitales Unterstützungssystem. Gemeinsam mit 136 Ärzten evaluieren wir nun, inwiefern die ärztlichen Entscheidungen mittels dieser digitalen Unterstützung präzisiert werden kann. (Dr. med. Stephanie Dramburg, Tara Hoffmann, Theresa Lipp)

Mehr Informationen auf: www.ait2020.com

Leitung:PD Dr. Paolo Matricardi

Mitabeiter:Stephanie Dramburg, Ekaterina Potapova